10k in 60 Tagen — Der letzte Versuch
Parallel zum Custom GPT hab ich noch etwas anderes gemacht. Etwas das ich heute nicht mehr machen würde. Aber es gehört zur Geschichte.
Der Schlachtplan
Ich hab einen „Schlachtplan" geschrieben. So hieß das Dokument wirklich. „Schlachtplan 10k in 60 Tagen." Cold Call Skripte. Cold Email Templates. Loom-Video Skripte. Alles drauf ausgelegt Coaches anzurufen und ihnen zu sagen: Ich helfe dir in 60 Tagen auf 10k/Monat.
Die Garantie? Geld zurück. Plus 1.000 Euro extra für deine Zeit.
Klingt aggressiv. War es auch.
Die Skripte
„Hey [Name], du bist Coach — arbeitest 1:1, machst alles selbst, verdienst 3-8k… aber bleibst unter deinen Möglichkeiten. Warum? Weil dein Business kein System hat — sondern Stückwerk."
Ich hatte Loom-Video Vorlagen: 45 Sekunden, personalisiert, direkt auf den Punkt. „Ich hab mir deine Website angeschaut und ich zeig dir in 45 Sekunden was mir sofort aufgefallen ist."
Die Ironie? Das Skript war gut. Die Diagnose in 45 Sekunden — das ist GENAU was der Booster-Chatbot heute macht. Nur dass ich es damals manuell gemacht hätte. Für jeden einzelnen Kunden. Per Loom-Video.
Warum es nie live ging
Ich hab die Skripte geschrieben. Die Templates vorbereitet. Die Garantie formuliert. Alles war bereit.
Und dann hab ich es nicht gemacht.
Nicht weil ich Angst hatte. Sondern weil ich gemerkt habe: Ich bin leer. 5 Tage Workbook v1. Dann v2. Dann v3. Workshops. Emails. Custom GPT. Und jetzt noch Cold Calls?
Mein Körper hat gesagt: Stopp. Und diesmal hab ich zugehört.
Am 14. April 2025 hab ich die letzte Email geschrieben. Den letzten Workshop gemacht. Den letzten Post veröffentlicht.
Und dann: Stille.
Die Zahlen bis hierhin
- 3 Versionen des Workbooks (v1, v2, v3)
- 11 Emails an den Verteiler
- 6 Community-Posts
- 2 Live-Workshops (mit Henning)
- 1 Custom GPT („Dein Spiegelbild")
- ~200 Stunden Arbeit in 2 Monaten
- €0 Umsatz mit dem Booster selbst
- Ergebnis: Ein Produkt das funktioniert — aber in einem Format das niemand zu Ende macht
Was ich gelernt habe
Hustle ist kein Ersatz für Klarheit. Ich hatte 200 Stunden investiert, 3 Versionen gebaut, 11 Emails geschrieben, 2 Workshops gehalten — und keinen Cent verdient. Nicht weil das Produkt schlecht war. Sondern weil ich so beschäftigt war mit Bauen, dass ich nie angehalten habe um zu fragen: Ist das der richtige Weg?
Manchmal ist aufhören das Produktivste was du tun kannst.
💡 Was das für dich bedeutet:
Verwechselst du Beschäftigsein mit Fortschritt? 200 Stunden Arbeit fühlen sich produktiv an. Aber wenn du nach 200 Stunden keinen zahlenden Kunden hast, hast du nicht gearbeitet — du hast dich beschäftigt. Der Unterschied: Arbeit erzeugt Ergebnisse. Beschäftigung erzeugt das Gefühl von Ergebnissen.