Schwarzer Bildschirm
Die ersten Wochen auf Zypern. Sonne, Meer, Palmen. Der Instagram-Post würde großartig aussehen.
Aber drinnen? Nichts.
Ich hab mich morgens an den Computer gesetzt. Laptop auf. Bildschirm an. Und dann: schwarzer Bildschirm. Nicht weil der Laptop kaputt war. Sondern weil in meinem Kopf nichts kam.
Keine Idee. Kein Impuls. Keine Energie. Nicht mal die Energie um frustriert zu sein.
Eine Woche lang. Jeden Tag dasselbe. Aufstehen. Hinsetzen. Starren. Aufstehen. Irgendwas mit den Kindern machen. Schlafen gehen.
Es ist vorbei
„Ich dachte: Es ist vorbei. Alex, du bist im Arsch.“
Burnout. Oder was auch immer das war. 5 Jahre Überarbeitung. Hausverkauf. Auswanderung. 2 Kinder in einer komplett neuen Welt. Alles auf einmal. Und dann sitzt du da und der Kopf ist leer.
Ich hab Netflix geguckt. Bin am Strand rumgelaufen. Hab Kaffee getrunken und auf das Meer gestarrt. Hab versucht nicht daran zu denken dass mein Konto langsam schrumpft.
Das Härteste
Das Härteste an dieser Phase war nicht die Leere. Es war die Stille. Kein Content. Kein Post. Keine Email. Niemand der fragt wo ich bin. Weil online: wenn du aufhörst zu posten, hörst du auf zu existieren.
10 Wochen lang hab ich nichts gemacht. Und „nichts“ ist schwerer als es klingt. Weil du denkst du müsstest. Weil du siehst wie andere posten und launchen und skalieren. Und du sitzt auf Zypern und guckst Netflix.
Aber mein Körper hat gesagt: Stopp. Nicht morgen. Jetzt. Und wenn dein Körper Stopp sagt, hast du zwei Optionen: zuhören oder zusammenbrechen.
Ich hab zugehört.
— Alex, Paphos, November 2025
Der schwarze Bildschirm war kein Problem. Er war die Lösung.
Mein Körper hat gemacht was ich nie gemacht hätte: anhalten. Und genau das sage ich heute meinen Kunden — manchmal ist das Beste was du tun kannst aufhören zu arbeiten und anfangen hinzuschauen.