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Kapitel 011. Januar 20255 Min Lesezeit

Bevor alles anfing

Ich wurde in Kirgistan geboren. Mit vier Jahren ist meine Familie nach Deutschland ausgewandert. Ich erinnere mich nicht an viel aus der Zeit — nur daran, dass alles neu war. Neue Sprache. Neue Gesichter. Neues Land. Das Gefühl von „ich gehöre hier nicht ganz dazu" hat mich mein ganzes Leben begleitet.

Der Junge der nicht ins System passte

In der Schule war ich kein guter Schüler. Nicht weil ich dumm war — sondern weil mich der Unterricht nicht interessiert hat. Ich habe nie verstanden warum ich etwas lernen soll das mich nicht berührt. Während andere brav ihre Hausaufgaben gemacht haben, hab ich Sachen ausprobiert. Gebaut. Kaputtgemacht. Wieder gebaut.

Ich hatte ein Schamgefühl beim Vorlesen. Wenn ich vor der Klasse laut vorlesen musste, fing ich an zu stottern. Kaum ein Laut kam raus. Die anderen haben geguckt. Ich habe geschwitzt. Und mir geschworen: Nie wieder.

Heute stehe ich vor Kameras, schreibe öffentlich und baue Produkte die tausende Menschen nutzen sollen. Lustig, wie sich Dinge ändern.

Elektriker

Nach der Schule hab ich eine Ausbildung zum Elektriker gemacht. Handwerklich bin ich gut — das liegt mir im Blut. Aber schon während der Ausbildung wusste ich: Das ist nicht mein Weg. Nicht weil der Beruf schlecht ist. Sondern weil ich gemerkt habe, dass ich nicht für jemand anderen arbeiten will.

Ich hab mich immer gefragt: Wie werden andere Menschen glücklich? Weil ich es nicht war. Nicht unglücklich — aber auch nicht lebendig. Ich habe funktioniert. Aufgestanden, gearbeitet, nach Hause gekommen, geschlafen. Repeat.

Der erste Versuch

Kurz vor Ende der Ausbildung kam mein bester Freund zu mir. „Ich hab was gefunden. Muss ich dir zeigen." Er hat angefangen zu erzählen und nach ein paar Minuten war ich Feuer und Flamme. „Bin dabei. Was muss ich tun?"

Wir hatten keinen Plan. Keinen Business-Plan, keine Strategie, kein Geld. Aber wir hatten Energie. Und irgendwie haben wir die ersten Kunden gewonnen.

Nach einem Jahr hab ich den Sprung gewagt: Selbstständig. Vollzeit. Mein eigener Chef.

Und dann bin ich gescheitert.

Nicht dramatisch. Nicht mit einem großen Knall. Sondern langsam. Ich hatte die Skills nicht. Nicht das Verkaufen — das konnte ich. Aber die Persönlichkeit. Das Zeitmanagement. Die Disziplin. Die Fähigkeit mit Druck umzugehen. Ich musste zu jemandem werden, der ich noch nicht war.

Tief sitzende Glaubenssätze und Blockaden haben sich gemeldet. Jeden Tag. „Du schaffst das nicht." „Du bist nicht gut genug." „Wer bist du überhaupt?"

Es kam wie es kommen musste: Ich konnte dem Druck nicht standhalten. Ich habe die Selbstständigkeit aufgegeben und bin zurück ins Angestelltenverhältnis.

Zurück im Hamsterrad — aber mit einem Gefühl

Der Druck war weg. Aber das Gefühl blieb. Dieses Gefühl, dass etwas Großes in mir schlummert. Dass ich nicht dafür gemacht bin, 40 Jahre lang für jemand anderen zu arbeiten. Dass da mehr sein muss.

Beinahe täglich wurde dieses Gefühl stärker. Es wollte raus. Aber ich habe es unterdrückt. Weil ich Angst hatte. Weil ich schon einmal gescheitert war. Weil ich jetzt Verantwortung hatte.

Denn in der Zwischenzeit ist viel passiert: Ich habe meine Traumfrau geheiratet. Wir haben 2014 zusammen ein Haus gebaut — mit eigenen Händen. Jeder Stein, jede Fliese, jeder Pinselstrich. Und wir haben zwei wundervolle Kinder bekommen.

Von außen sah alles perfekt aus. Guter Job. Schönes Haus. Tolle Familie.

Von innen: Ein Vulkan der darauf wartet auszubrechen.

Sam Ovens — 2019

2019 hab ich einen zweiten Versuch gewagt. Diesmal nebenberuflich. Kein Sprung ins kalte Wasser — ein vorsichtiges Eintauchen.

Ich habe angefangen Bücher zu lesen. Ich, der Typ der in der Schule das Lesen gehasst hat. Der vor der Klasse gestottert hat. Plötzlich hab ich verschlungen. Persönlichkeitsentwicklung. Business. Psychologie. Alles.

Und dann habe ich Sam Ovens gefunden. Consulting.com. Skool.com. Sein Kurs hat mein Leben buchstäblich auf den Kopf gestellt. Plötzlich ergaben Dinge Sinn die ich vorher nicht verstanden habe. Wie man ein Angebot baut. Wie man eine Zielgruppe versteht. Wie man verkauft ohne sich zu verstellen.

Durch Sam habe ich gelernt was mir vorher gefehlt hat: ein System. Nicht Motivation. Nicht Hustle. Ein System.

Ich hab angefangen anderen zu helfen. Coaches. Berater. Experten. Menschen die wie ich etwas Eigenes aufbauen wollten aber nicht wussten wie. Community-Building, Positionierung, Angebote schärfen.

Das war der Anfang von allem was danach kam.

Was ich gelernt habe

Drei Dinge die ich aus dieser Zeit mitgenommen habe:

1. Scheitern ist kein Ende — es ist ein Datenpunkt. Mein erster Versuch in der Selbstständigkeit war kein Fehler. Er hat mir gezeigt wer ich noch nicht war. Ohne dieses Scheitern hätte ich nie gewusst woran ich arbeiten muss.

2. Das Gefühl lügt nicht. Wenn du seit Jahren spürst dass da mehr sein muss — dann ist da mehr. Unterdrück es nicht. Es wird nicht weggehen. Es wird nur lauter.

3. Du brauchst kein Talent. Du brauchst ein System. Ich bin nicht smarter als andere. Ich kann nicht besser reden, schreiben oder verkaufen als die meisten. Aber ich habe gelernt dass ein gutes System wichtiger ist als rohes Talent. Sam Ovens hat mir das beigebracht. Und genau das gebe ich heute weiter.

— Alex, irgendwo zwischen Kirgistan und Paphos


Das war bevor alles anfing. Bevor der Booster. Bevor Zypern. Bevor der schwarze Bildschirm.

Aber dieses Gefühl — dass da mehr sein muss — das war schon immer da. Und vielleicht erkennst du es bei dir selbst.

💡 Was das für dich bedeutet:

Hast du dieses Gefühl? Dieses „da muss mehr sein"? Dann ignorier es nicht. Es ist kein Zeichen von Unzufriedenheit — es ist ein Zeichen dass du bereit bist. Die Frage ist nur: Bereit wofür?

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