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Kapitel 1820. Februar 20262 Min Lesezeit

Warum Claude und nicht GPT

Ich hatte einen Custom GPT. Er funktionierte. Die Leute haben ihn benutzt und gesagt: "Das hat gesessen." Warum also etwas ändern das funktioniert?

Weil "funktioniert" nicht reicht. Nicht für das was ich vorhabe.

Das Problem mit GPT

Mein Custom GPT — "Dein Spiegelbild" — war gut. Aber er war eine Mietwohnung. Ich wohne darin. Ich richte sie ein. Aber die Wände gehören jemand anderem. Und wenn der Vermieter morgen beschließt die Küche rauszureißen, kann ich nichts dagegen tun.

Kein eigenes Backend. Keine Daten. Ich konnte nicht sehen was die Leute antworten. Konnte nicht messen wo sie abbrechen. Konnte nicht nachvollziehen welche Fragen die tiefsten Reaktionen auslösen.

Und der Prompt — das Herzstück des ganzen Systems — war in OpenAIs Sandbox eingesperrt. Jedes Update von deren Seite konnte mein Produkt verändern. Ohne Vorwarnung. Ohne Kontrolle.

Ich brauchte ein eigenes Haus. Eigene Wände. Eigene Daten. Eigene Kontrolle.

Warum Claude und nicht GPT

Im Februar 2026 hab ich angefangen mit verschiedenen AI-Modellen zu experimentieren. GPT-4. Claude. Gemini. Alle mit dem gleichen Prompt. Dem gleichen Szenario. Den gleichen Fragen.

Claude hat gewonnen. Nicht knapp — deutlich.

Nicht weil Claude "smarter" ist. Sondern weil Claude besser zuhört. GPT hat die Tendenz zu antworten bevor die Frage fertig ist. Es will helfen. Sofort. Mit Rat. Mit Struktur. Mit einem Framework.

Claude wartet. Fragt nach. Bohrt tiefer. Genau wie ein guter Spiegel — es zeigt dir was da ist, statt dir zu sagen was da sein sollte.

Für einen Chatbot der blinde Flecken aufdecken soll, ist das der Unterschied zwischen "nett" und "wirksam." Ich brauchte wirksam.

Der Stack

Next.js für die Website. Claude API für das Gespräch. Supabase für die Datenbank. Stripe für die Zahlungen. Alles custom. Alles unter meiner Kontrolle. Alles so gebaut dass es ohne mich läuft.

Keine Mietwohnung mehr. Ein eigenes Haus. Mit eigenen Wänden. Und einem Keller voller Daten die mir zeigen was funktioniert und was nicht.

Am 10. März 2026 ging der erste eigene Chatbot live. diagnose.alexreisch.com. Vom Custom GPT zum eigenen System. Von der Mietwohnung ins Eigenheim.

226 Commits. 184 Stunden. Eine Person mit KI baut was ein Team von 5 bräuchte. Und das war erst der Anfang.

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